Ginger Baker

* 19.08.1939 in Lewisham - London
† 06.10.2019
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Angelegt am 06.10.2019
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Gedenkkerze

Friedrich Steiner

Entzündet am 16.10.2019 um 20:16 Uhr

Das Spiel von Ginger Baker lebt weiter. Danke für die Kunstwerke. RCIP.

Biografie

06.10.2019 um 19:32 Uhr von Redaktion

Baker, der ursprünglich Klavier und Trompete spielte, war ab 1956 als Schlagzeuger bei Bob Wallis and The Storyville Jazz Band (mit der erste Aufnahmen entstanden). 1957 wechselte er zu Mr. Acker Bilk, dann zu Terry Lightfoot (mit dem 1958 das Album Tradition In Colour entstand) und nahm Unterricht bei Phil Seamen.

 

Ende der 1950er Jahre lernte er Dick Heckstall-Smith und Alexis Korner kennen. 1962 ersetzte er den Schlagzeuger Charlie Watts in Alexis Korners Blues Incorporated. Dort traf er auf Jack Bruce, Dick Heckstall-Smith und Graham Bond, mit denen er nur kurze Zeit später die Graham Bond Organization gründete. Baker nahm mit dieser Formation zwei Langspielplatten auf und tourte intensiv durch Großbritannien. Er gestaltete außerdem die Plattencover und kümmerte sich um das Finanzielle. 1966 entstand auf seine Initiative hin die Gruppe Cream mit Eric Clapton an der Gitarre und Jack Bruce am Bass. In dieser Dreier-Formation, die in den späten 1960er Jahren als Supergroup galt, spielten erstmals in der Popgeschichte alle beteiligten Instrumente – Gitarre, Bass, Schlagzeug – gleichberechtigt nebeneinander und auch bis dahin in der Popmusik nicht gekannte ausgedehnte Improvisationen.

 

Nach der Auflösung von Cream spielte Baker mit Eric Clapton, Steve Winwood und Ric Grech in der Gruppe Blind Faith, die sich jedoch im September 1969 nach der Veröffentlichung des Albums Blind Faith und einer anschließenden, sehr erfolgreichen Tournee wieder auflöste.

 

1970 hatte Baker seine eigene Gruppe Ginger Baker’s Air Force, die jedoch im Frühjahr 1971 schon wieder aufgelöst wurde. Mitglieder waren u. a. Phil Seamen, Steve Winwood (org, voc), Graham Bond (org), Ric Grech (bg, vi), Denny Laine und Chris Wood. Mit dieser offenen Formation mit zwei Schlagzeugern und einem Perkussionisten wandte sich Baker afrikanischen Einflüssen zu und verlegte auch seinen Wohnsitz nach Nigeria. Der Einfluss seiner engen Zusammenarbeit mit Fela Kuti und die Auseinandersetzung mit afrikanischen, aber auch arabischen Harmonien und Rhythmen wird auf späteren Alben wie Middle Passage hörbar.

 

Nach seiner Air Force arbeitete er mit den Brüdern Paul und Adrian Gurvitz zusammen. Mit der Baker Gurvitz Army entstanden drei Alben. In den Jahren darauf folgten diverse Jazzeinspielungen.

 

1980 gehörte Baker kurzzeitig zur Band Hawkwind, die er aber nach dem Album Levitation bereits wieder verließ.

 

1990 trat Baker in die Rockgruppe Masters of Reality ein und spielte mit Chris Goss und Googe das Album Sunrise on the Sufferbus ein. 1993 verließ er die Masters, als sie im Vorprogramm der Rockgruppe Alice in Chains auftraten, und widmete sich wieder dem Polosport und seiner Pferdezucht. Er tourte und nahm CDs auf mit dem Bassisten Jonas Hellborg und veröffentlichte ein Album mit dem All-Star-Powertrio BBM mit Jack Bruce und Gary Moore.

 

Im Mai 2005 kam es in der Londoner Royal Albert Hall zu dem lang ersehnten Wiederauftritt der Formation Cream, die ihr früheres Repertoire in Originalbesetzung präsentierte. Die Konzertreihe wurde für eine CD- und DVD-Veröffentlichung ausgewertet.

 

2011 ging er nach vielen Jahren wieder mit dem Bassisten Jonas Hellborg auf Tournee.

 

2012 kam der US-Kinofilm Beware of Mr. Baker heraus, eine Biografie des US-Regisseurs Jay Bulger über das bewegte Leben von Ginger Baker. Der 92-minütige Dokumentarfilm kam Ende 2013 über den Verleih NFP auch in die deutschen Filmkunstkinos. 2014 ging der Schlagzeuger mit seiner Band Ginger Baker’s Jazz Confusion auf Tour.

 

Ginger Baker starb im Oktober 2019 im Alter von 80 Jahren in einem Krankenhaus in Südostengland.

Schlagzeugspiel und Instrumente

06.10.2019 um 19:28 Uhr von Redaktion

Ginger Baker gehörte zu den Schlagzeugern, die maßgeblich zur Verbreitung des Spielens mit zwei Bassdrums beigetragen haben. Zwar hatte Louie Bellson das Doppelbassspielen schon erfunden, allerdings wurde es erst durch Baker im populären Bereich richtig bekannt und fand viele Nachahmer. Heute gehört es quasi zum Standard des Metal- und Bigbandschlagzeugspiels, wobei allerdings meistens eine Doppelfußmaschine die zweite Bassdrum ersetzt.

 

Zum Doppelbassdrumspielen bedarf es dreier Pedale, daraus folgt ein stetes Wechseln des linken Fußes zwischen zwei Pedalen (Hi-Hat-Maschine und Fußmaschine für die linke Bassdrum).

 

In der Zeit von Cream bis zur Baker Gurvitz Army spielte Ginger Baker ein Schlagzeug der Firma Ludwig in der Farbe „Silver Sparkle“, heute ein begehrtes Vintage-Schlagzeug. Baker benutzte zwei Bassdrums, zwei Hängetoms und zwei Standtoms, was man als Doppelschlagzeug bezeichnet, weil es genau die doppelte Anzahl des seinerzeit eigentlich üblichen Drumsets darstellt.

 

Neben Snare und Hi Hat benutzte Baker auch noch sechs statt der eigentlich üblichen zwei Becken. Für diese verwendete er allerdings lediglich drei Ständer, da er jeweils zwei Becken auf einem Ständer montierte. Zusätzlich hatte er ein kleines Splash-Becken und eine Kuhglocke montiert.

 

Das Schlagzeugsolo Toad aus dem Jahr 1966 (veröffentlicht auf dem Album Fresh Cream) zeigt Bakers Umgang mit diesem großen Schlagzeug.

 

Bei den Cream-Reunion-Konzerten im Jahr 2005 spielte er ein Schlagzeug des Herstellers Drum Workshop (DW Drums) mit gleicher Trommelanzahl, allerdings anderem Aufbau der Toms. Der Rolling Stone listete Baker 2016 auf Rang drei der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten.[7]Ginger Baker gehörte zu den Schlagzeugern, die maßgeblich zur Verbreitung des Spielens mit zwei Bassdrums beigetragen haben. Zwar hatte Louie Bellson das Doppelbassspielen schon erfunden, allerdings wurde es erst durch Baker im populären Bereich richtig bekannt und fand viele Nachahmer. Heute gehört es quasi zum Standard des Metal- und Bigbandschlagzeugspiels, wobei allerdings meistens eine Doppelfußmaschine die zweite Bassdrum ersetzt.

 

Zum Doppelbassdrumspielen bedarf es dreier Pedale, daraus folgt ein stetes Wechseln des linken Fußes zwischen zwei Pedalen (Hi-Hat-Maschine und Fußmaschine für die linke Bassdrum).

 

In der Zeit von Cream bis zur Baker Gurvitz Army spielte Ginger Baker ein Schlagzeug der Firma Ludwig in der Farbe „Silver Sparkle“, heute ein begehrtes Vintage-Schlagzeug. Baker benutzte zwei Bassdrums, zwei Hängetoms und zwei Standtoms, was man als Doppelschlagzeug bezeichnet, weil es genau die doppelte Anzahl des seinerzeit eigentlich üblichen Drumsets darstellt.

 

Neben Snare und Hi Hat benutzte Baker auch noch sechs statt der eigentlich üblichen zwei Becken. Für diese verwendete er allerdings lediglich drei Ständer, da er jeweils zwei Becken auf einem Ständer montierte. Zusätzlich hatte er ein kleines Splash-Becken und eine Kuhglocke montiert.

 

Das Schlagzeugsolo Toad aus dem Jahr 1966 (veröffentlicht auf dem Album Fresh Cream) zeigt Bakers Umgang mit diesem großen Schlagzeug.

 

Bei den Cream-Reunion-Konzerten im Jahr 2005 spielte er ein Schlagzeug des Herstellers Drum Workshop (DW Drums) mit gleicher Trommelanzahl, allerdings anderem Aufbau der Toms. Der Rolling Stone listete Baker 2016 auf Rang drei der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten.

 

Einleitung

06.10.2019 um 19:23 Uhr von Redaktion

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Traueranzeige

06.10.2019 um 19:23 Uhr von Redaktion
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Ginger_Baker aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.