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Friedhöfe sind Orte der Erinnerung und Begegnung

Ev.-luth. Hippolit-Kirchengemeinde Amelinghausen: Neue Broschüre

 

Friedhöfe werden oft als Orte für die Toten bezeichnet, doch sie sind für die Lebenden noch viel wichtiger. Sie sind Stätten der Begegnung, grüne Lebensräume und nicht zuletzt in unserer schnelllebigen Zeit, Oasen der Ruhe und Besinnung. Bepflanzte und gepflegte Gräber sind ein besonderes Zeugnis der Bestattungskultur.


Die ev.-luth. Hippolit-Kirchengemeinde Amelinghausen lädt in ihrer neuen Broschüre zu einem gedanklichen Rundgang über den Friedhof im Lopautal ein. „Wir möchten unseren Friedhof mehr ins Licht der Öffentlichkeit rücken, die Gräber beispielsweise zeugen von einer großen Tradition und Familiengeschichte“, sagen Pastor Frank Jürgens und Rainer Schütze vom Friedhofsausschuss. In der vergangenen Zeit ist viel geschehen auf dem Friedhof im Lopautal, der z. B. mit einer neuen Eichenallee sowie Pflastersteinen gestaltet wurde: „Somit präsentiert sich der Friedhof viel transparenter und noch gepflegter“, erläutern Pastor Jürgens und Rainer Schütze. Idee und der Text der Broschüre stammen von Rainer Schütze, der von Beruf Gärtnermeister mit der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei ist.

 

Auswärtige Besucher bewundern oft die wie kleine Gärten anmutenden Grabstellen. Diese Grabstellen sind fester Bestandteil der christlich geprägten Lebensweise der Gemeinde.


Friedhöfe haben eine eigene Geschichte. Sie sprechen eine eigene Sprache. Der Friedhof als Ort der Trauer, als Ort des Gedenkens, aber auch als Ort der Begegnung und des Lebens bietet ein natürliches Umfeld zur Besinnung. Um dem Trend der Friedwälder trotzen zu können, sind auf dem Friedhof im Lopautal auch Baumgräber entstanden. Selbstverständlich sind auch Rasengräber stark nachgefragt, da sie sehr pflegeleicht sind. Entgegen den Bestimmungen werden sie oftmals mit Traueraccessoires bestückt: „Hinterbliebene wollen einen Ort haben, an dem sie ihrer Trauer Ausdruck geben können“, weiß Pastor Jürgens. Jetzt präsentiert die Hippolit-Kirchengemeinde Amelinghausen eine Lösung: Es können Wahlgräber erworben werden, die dann bei Bedarf in Rasengräber umgewandelt werden. Auch hierüber berichtet die neue Broschüre.


Die Leser können sich weiterhin über die Geschichte des Friedhofs im Lopautal sowie die heutigen Bestattungsformen informieren. Die Broschüre ist jetzt in einer Auflage von rund 1100 Stück erschienen und wird in der Hippolit-Kirche, im Gemeindehaus, in der Friedhofskapelle sowie bei Bestattern der Samtgemeinde Amelinghausen ausliegen.


Heute ist der Friedhof im Lopautal ein Ort der Erinnerung und Begegnung, aber auch Ort der Trauerbewältigung. Immer wieder trifft man Besucher, die in Amelinghausen Urlaub machen und den Friedhof als Naherholungsgebiet sehen. Der Premiumwanderweg um Amelinghausen herum, bekannt als „Königinnenweg“, führt direkt über den Friedhof im Lopautal und wird von Gästen gern angenommen. So treffen sich auf dem Friedhof sehr viele verschiedene Menschen: Trauernde, Ruhesuchende, Gäste, Urlauber, Erholungs- und Begegnungssuchende.

 

Info


Am Totensonntag, 23. November, lädt die Ev.luth. Hippolit-Kirchengemeinde auf dem Friedhof im Lopautal zu einem Gedenkgottesdienst um 15 Uhr ein. Im Anschluss an den Gottesdienst werden die neuen Baumgräber eingeweiht. Musikalisch untermalt wird der Gottesdienst von den Mitgliedern des Posaunenchores der Pella- und Hippolit-Kirchengemeinde Amgelinghausen.