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Orte der Ruhe und Besinnung

Friedhöfe gehören zu einer Stadt wie auch der Tod zum Leben gehört. Sie stellen Orte der Ruhe und Besinnung dar. Sie helfen Angehörigen, die Trauer zu überwinden. Neben ihrer Bedeutung als letzte Ruhestätte des Menschen sind sie ein wichtiger Teil des städtischen Grüns. Friedhöfe dienen auch als Rückzugsräume im hektischen Alltagsleben, sie verbessern das Stadtklima und laden zum Spaziergang ein. Ein Überblick über die sieben Friedhöfe in Lüneburg:

Waldfriedhof:
Der Waldfriedhof ist mit 24,1 Hektar der größte Friedhof in der Hansestadt Lüneburg. Er befindet sich im Stadtteil Kaltenmoor. Die beiden damals noch kirchlichen Friedhöfe Michaelis- und Zentralfriedhof waren Ende der 1950er Jahre fast bis auf den letzten Quadratmeter belegt. Deshalb musste der Waldfriedhof neu angelegt werden. Der Haupteingang und die Kapellenumgebung lassen sehr schnell die Wald- und Heidefriedhofplanung erkennen.

Zentralfriedhof:
Als der Platz auf dem St. Gertrudenfriedhof und dem St. Antonifriedhof nicht mehr ausreichte, wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach langen Verhandlungen der große Sammelfriedhof an der Soltauer Straße angelegt. Bis zu seiner Übernahme durch die Stadt Lüneburg am 1. April 1966 war der Zentralfriedhof kirchlich und unterstand der St. Johanniskirche. Der aufmerksame Besucher findet auf dem Zentralfriedhof sowie dem Michaelisfriedhof neben einem sehr schönen alten Baumbestand auch eine Vielzahl erhaltenswerter Grabmale bedeutender Persönlichkeiten Lüneburgs.

Michaelisfriedhof:
Um die Befestigung Lüneburgs verstärken zu können, musste 1639 der Cyriak-Kirchhof entwidmet werden. In diesem Zuge errichtete man einen neuen Friedhof vor den Stadttoren. Die ersten Beisetzungen fanden vermutlich um das Jahr 1651 herum statt. Die jetzige Kapelle auf dem Michaelisfriedhof hat mit dem älteren Kirchenwesen nichts zu tun. Sie wurde als reines Begräbnishaus im Jahre 1791 errichtet.

Friedhof Nord-West:
Belegungen auf diesem ehemaligen Anstaltsfriedhof des Landeskrankenhauses finden seit 1922 statt. Im Zuge des Erwerbs des Gutes Wienebüttel musste die Hansestadt Lüneburg auch den Friedhof Nord-West am 17. Mai 1985 übernehmen. Auf diesem Friedhof befindet sich eine kleine Kriegsgräberehrenanlage. Der Friedhof liegt in Felder eingebettet an der Kreisstraße nach Vögelsen. Seit 2008 finden hier auch Beisetzungen islamischer Glaubensangehöriger nach ihren speziellen Ritualen statt.

Friedhof in Häcklingen:
Die erste Friedhofssatzung der Gemeinde Häcklingen datiert jedoch vom 15. Dezember 1947. 1974 wurde der Friedhof im Zuge der Eingemeindung durch die Hansestadt Lüneburg übernommen. Im Jahre 1993 fand eine Erweiterung des Friedhofs statt. Wie sich herausstellte, rechtzeitig vor dem großen Bauboom, so dass auch hier ausreichend Bestattungsfläche für den Ortsteil Häcklingen mit seinen Neubürgern vorhanden ist. Mit seiner Fläche von 1,5 Hektar ist dieser Friedhof sehr überschaubar.

Friedhof Oedeme:
Auf diesem Ortsteilfriedhof fand im Januar 1971 die erste Beisetzung statt. 1974 wurde er im Zuge der Eingemeindung durch die Hansestadt Lüneburg übernommen. Seinen ihm eigenen dörflichen Charme hat dieser Friedhof bis heute erhalten.

Friedhof Rettmer:
Dieser Ortsteilfriedhof zeichnet sich durch seinen ländlichen Charakter und seine Lage im Wald aus. Mit 0,6 Hektar Fläche ist dieser Friedhof der kleinste in der Trägerschaft der Hansestadt Lüneburg. Die Gestaltung des Friedhofs ist in enger Absprache mit dem jeweiligen Ortsbürgermeister fortgeführt worden. Auch dieser Friedhof wurde im Zuge der Eingemeindung 1974 durch die Hansestadt Lüneburg übernommen. Die erste Friedhofssatzung der Gemeinde Rettmer trat am 2. August 1967 in Kraft.