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Bestattungsvorsorge

Was können Sie bereits im Vorfeld regeln?

Vorsorgeverträge regeln unter anderem, wie und wo man bestattet werden soll. Man muss allein die Summe hinterlegen, die die Ausgaben für die Bestattung decken. Vorsorgeverträge werden heute von vielen Bestattern angeboten und ermöglichen dem Kunden mit dem Bestatter zu regeln, in welchem Sarg, in welcher Wäsche und auf welche Bestattungsart er beerdigt werden will. Auch kann zum Teil geregelt werden, dass der Bestatter Friedhofs- und Krematoriumsgebühren übernimmt. Die Übernahme von Grabkosten, Kosten für den Grabstein, den Grabschmuck und behördliche Urkunden können auf expliziten Wunsch ebenfalls vom Bestatter übernommen werden - wenn dies im Vorsorgevertrag so vereinbart wurde.

Die Bestattungsvorsorge kann auf verschiedene Weisen finanziert werden:

  • der Verstorbene hat entweder bereits zu Lebzeiten Geld auf ein Sparbuch oder sonstiges Konto speziell für seine Bestattung hinterlegt. In der Regel wurde dann auch eine Person des Vertrauens bestimmt, die nach dem Tod die Kosten bezahlt.
  • oder aber der Verstorbene hat den für die Bestattung notwendigen Betrag an einen Treuhänder gezahlt, der im Falle des Todes für die Kosten aufkommt. Der Bundesverband der Deutschen Bestatter e.V. hat beispielsweise zusammen mit Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e.V. eine Treuhand AG eingerichtet, die das angelegte Geld zudem verzinst.
  • Eine weitere Möglichkeit bieten Bestatter, die mit dem Bestattungsvorsorgevertrag gleichzeitig eine Sterbegeldversicherung anbieten, wobei der Bestatter Bezugsberechtigter ist. Die Erben bekommen dann das, was übrig bleibt.



 

Die Patientenverfügung und das Testament

Im Volksmund wird das Testament auch als Letzter Wille bezeichnet. Der Letzte Wille verfügt genau wie ein Testament und ein Erbvertrag über die Weitergabe des eigenen Vermögens. In jedem Fall sollten die Erben den Letzten Willen des Erblassers berücksichtigen. Auch wenn dieser Letzte Wille nur mündlich ausgesprochen wurde, ist man moralisch genauso daran gebunden. Ein Letzter Wille kann zudem auch das Begräbnis und die dazugehörigen Zeremonien betreffen. Den Letzten Willen, darunter versteht der Gesetzgeber eher die Patientenverfügungen.
 
Patientenverfügung

Bis auf die professionell mit dem Sterben beschäftigten Menschen verdrängen wir wohl alle gerne die Tatsache, dass das Sterben zum Leben gehört. Nach einem Unfall kann das eigene Schicksal irgendwann nicht mehr in der eigenen Hand liegen. Jeder sollte sich beizeiten überlegen, ob er in solch einem Fall von Apparaten abhängig sein möchte. Mit einer Patientenverfügung als Letzten Willen können Menschen über ihr eigenes Ende selbst entscheiden. Es gelten inzwischen neue Regeln im Gesetz zu den Patientenverfügungen.

In einer Patientenverfügung kann jeder als Letzten Willen genau festhalten, welche medizinischen Maßnahmen Ärzte noch durchführen und welche sie unterlassen sollen. Patientenverfügungen sollten korrekt erstellt werden, denn für die Ärzte ist Ihr Letzter Wille verpflichtend. In diesem schriftlich fixierten Willen sollte auch berücksichtigt werden, dass auch wieder Hoffnung auf Genesung bestehen könnte. Durch die Patientenverfügung (Letzter Wille) ist sichergestellt, dass unnötige Diskussionen, die Ihren Letzten Willen in Frage stellen, nicht auf der Intensivstation ablaufen müssen. Beim Verfassen dieses Letzten Willens (Patientenverfügung) sind einige Punkte wichtig. Nur ein konkret abgefasster Letzter Wille ist für die Ärzte bindend.

Form und Text einer Patientenverfügung

Die Vorgaben, wie Sie im Notfall behandelt werden möchten, müssen auf jeden Fall schriftlich niedergeschrieben werden. Entscheidend für das Handeln der Mediziner ist der Inhalt des Letzten Willens. Wenn Sie bestimmte Behandlungen für sich ablehnen, beispielsweise das Wachkoma, oder lebenserhaltende Maßnahmen an Apparaten, dann müssen diese ausführlich beschrieben werden. Mit ungenauen letzwilligen Formulierungen wie ,,Ich möchte nicht an Schläuchen" oder ,,Apparaten angeschlossen werden" können die behandelnden Ärzte nichts anfangen. Der Hausarzt ist die richtige Adresse, um sich über den ärztlich korrekten Inhalt des Letzten Willens zu informieren.

Testament

Auch der Letzte Wille kann zwar nicht alle gesetzlichen Regelungen außer Kraft setzen. Dazu gehören natürlich das Pflichtrecht der nahen Angehörigen und die Enterbung allgemein. Der Letzte Wille ist jedoch in jedem Fall zu berücksichtigen, soweit es die Gesetzesvorgaben zulassen. Eine letztwillige Verfügung setzt auch viele Regelungen der gesetzlichen Erbfolge außer Kraft, doch einige müssen bei der Erstellung des Testaments berücksichtigt werden. Wenn der Erblasser keine großen Erbstreitigkeiten nach seinem Ableben hinterlassen möchte, ist er auf jeden Fall gut beraten seinen letzten Willen so aufzusetzen, dass er auch ohne Auseinandersetzungen ausgeführt werden kann.

 


 

Vorsorge für den Krankheits- und Trauerfall

Ein Thema, das an Relevanz stetig zunimmt, ist die Veränderung unserer Gesellschaft durch den demografischen Wandel. Die Herausforderung und zugleich die Chance bei diesem Wandel heißt „Generationenverantwortung“. Jeder kann dazu beitragen, die nachfolgende Generation zumindest nicht zusätzlich zu belasten. Ein Beispiel ist die rechtzeitige Vorsorge
für den Krankheits- und Trauerfall.
 
Umfragen zufolge geht ein Großteil der Menschen noch davon aus, dass Krankenkassen oder Arbeitgeber die Kosten einer Bestattung übernehmen, die heute bei rund 6000 Euro liegen. Nach der Reform von 2004 wurde die Zahlung von Sterbegeld jedoch ersatzlos gestrichen. Auch wenn frühzeitig Geld zurückgelegt wird, steht dieses häufig dann nicht mehr zur Verfügung, wenn es gebraucht wird. Hohe Kosten, die zum Beispiel bei Pflegebedürftigkeit entstehen, werden oft außer Acht gelassen. 
 
Eine zweckgebundene Trauerfall-Vorsorge hilft daher weiter: Hier wird eine selbst festgelegte Summe versichert, um später die anfallenden Kosten zu begleichen. Der Versicherte kann zudem mithilfe eines sogenannten „Scenariums“ Art und Umfang der Trauerfeier selbst festlegen. „So können Angehörige nicht nur bei der Organisation von Bestattung und Trauerfeier entlastet werden, sondern auch vor plötzlichen finanziellen Belastungen geschützt werden“, erläutern Experten.
 
Im Krankheitsfall sollte man drittens dafür sorgen, dass wichtige medizinische Entscheidungen nicht den Angehörigen aufgebürdet werden. Mit einer aussagekräftigen Patientenverfügung wissen die Ärzte im Fall einer Entscheidungsunfähigkeit des Patienten genau, ob, wie und wie lange er medizinisch behandelt werden möchte. Seit 2009 ist die Patientenverfügung im Betreuungsrecht fest verankert, damit rechtlich bindend und von Ärzten, Betreuern und Angehörigen unbedingt zu beachten.
 
Im schweren Krankheitsfall gibt es darüber hinaus jedoch auch andere Bereiche, die geregelt werden müssen. So kann jeder Mensch im Rahmen einer Vorsorgevollmacht eine Person bestimmen, die im Pflegefall seine finanziellen, medizinischen und organisatorischen Angelegenheiten verantwortet. Denn ohne diese Vorsorgevollmacht sieht der Gesetzgeber nicht automatisch die Verwandten, sondern den Betreuer als bestellten Vormund vor. 
 
Zu guter Letzt ist es ratsam, ein Testament zu verfassen, um für klare Verhältnisse beim Nachlass zu sorgen und Erbschaftsstreitigkeiten von vornherein auszuschließen. Ohne Testament gilt die gesetzliche Erbfolge: Sind zum Beispiel Kinder vorhanden, bemisst sich der Pflichtteil des Partners auf ein Viertel. Wer möchte, dass sein Erbe individueller verteilt wird, muss daher ein Testament erstellen.
 

Bestattungsvorsorge sichert Selbstbestimmung

Schon zu Lebzeiten sollten Menschen sich mit dem Sterben und dem Tod auseinandersetzen und die Bestattung regeln. Damit helfen sie sich selbst und ihren Angehörigen.
„Halte Ordnung und die Ordnung wird dich halten.“ Diese Beobachtung des Hl. Ignatius gilt nicht nur für das Leben, sondern auch für das Sterben. Man sollte schon frühzeitig den äußeren Rahmen der Bestattung klären. 
Damit gibt man sich selbst die Sicherheit, dass der eigene Wille Beachtung findet – und man nimmt gleichzeitig auch den Angehörigen die Sorge, sich in Zeiten arger Trauer auch noch um Bestattungsfragen kümmern zu müssen. So vermeidet man auch das Orakeln über den mutmaßlichen Willen des Verstorbenen.
 
Bestatter bieten dafür sogenannte Bestattungsvorsorge-Beratungen an. Gemeinsam mit dem Kunden werden in einem Bestattungsvorsorgevertrag alle Punkte festgehalten, die dereinst für die Bestattung wichtig sein sollen. Beratung und Vorsorgevertrag sind kostenlos. Zu den Punkten, die in einem Bestattungsvorsorgevertrag geklärt werden, gehören unter anderem die Fragen nach einer Erd- oder Feuerbestattung, dem Blumenschmuck, der Trauerfeier und vielem mehr.
Dabei regelt man auch den finanziellen Rahmen. Laut einhelliger Expertenmeinung macht es Sinn, langfristig für die Bestattung finanziell vorzusorgen, sobald man mit dem Bestatter seines Vertrauens den Vorsorgevertrag abgeschlossen hat. Dafür gibt es im Grunde nur zwei sichere Möglichkeiten:
Der Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB) bietet über seine Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG die treuhänderische Verwaltung von Geldern an. Der Kunde zahlt, ausgehend vom Kostenvoranschlag des Bestatters im Bestattungsvorsorgevertrag, Geld in einen Treuhandvertrag ein. Dieses wird als Treuhandvermögen mündelsicher angelegt und verzinst. Im Todesfall wird dieses Treuhandvermögen dann an den Bestatter zur Erfüllung des Vertrages ausgezahlt.
 
Die Alternative dazu ist die Sterbegeldversicherung. Sie bietet sich vor allem für Menschen an, die nicht älter als Mitte 60 sind. Hier werden monatlich kleine Beträge in eine Sterbegeldversicherung eingezahlt, die im Todesfall ausbezahlt wird. Es gibt in aller Regel keine Gesundheitsprüfung und das Geld wird nach entsprechenden Wartezeiten auch bei Suizid oder bei Unfalltod sofort nach Vertragsbeginn ausgezahlt, somit steht die vorgesehene Summe bei Bedarf jederzeit zur Verfügung. 
 
Der Vorteil einer Treuhandanlage oder einer Sterbegeldversicherung ist außerdem, dass die Einlagen bis zu einer angemessenen Höhe im Pflegefall nicht vom Sozialamt angetastet werden dürfen.
 
Foto: nh/BDB/akz-o
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Dauergrabpflege

DauergrabpflegeLeben braucht Erinnerung

 

Dauergrabpflege ist die sorgfältige Betreuung eines Grabes durch einen Fachmann - für 5 Jahre oder mehr. Das Grab wird von einer Friedhofsgärtnerei bepflanzt und gepflegt. Die vereinbarten Leistungen werden von der Treuhandstelle regelmäßig überwacht. Über den vereinbarten Zeitraum fallen keine Kostensteigerungen für Sie an.

 

Vorsorge für mein eigenes Grab?

Einen Dauergrabpflegevertrag können Sie auch als Vorsorge für sich selbst abschließen, wenn Sie Ihre Angehörigen hiermit nicht belasten möchten. Die Treuhandstelle gibt Ihnen die Sicherheit dafür, dass alles so geregelt wird, wie Sie es sich wünschen - seit mehr als 40 Jahren.

 

Welche Leistungen können Sie vereinbaren?

  • Die fachkundige Anlage einer Dauerbepflanzung.
  • Die Pflege der Grabstätte durch Fachpersonal - Säubern, Gießen, Freihalten von Unkraut, Rückschnitt, Düngen - kurz, alles, damit die Grabstätte immer einen gepflegten Eindruck macht.
  • Das Bepflanzen von Blumenbeeten entsprechend den Jahreszeiten aber auch Schalen, frische Blumensträuße zu persönlichen Gedenktagen und anderen Terminen.
  • Die regelmäßige Reinigung von Grabstein und Einfassung.
  • Die Wiederherrichtung des Grabes nach weiteren Beerdigungen.
  • Die Kosten für Steinmetz und Bestattung können über einen Dauergrabpflegevertrag im voraus bezahlt werden.


 

Wie geht das?

Sprechen Sie mit Ihrem Friedhofsgärtner. Die Treuhandstelle teilt Ihnen gern Namen und Anschriften mit. Ihre Wünsche über Leistungsumfang, Pflegedauer und die Kosten hierfür werden in einem Vertrag niedergeschrieben. Der Vertrag und die vereinbarte Vertragssumme werden nach dem Abschluss bei der Treuhandstelle hinterlegt und dort treuhänderisch verwaltet. Das von Ihnen eingezahlte Geld wird sicher und festverzinslich nach festgelegten Vorschriften angelegt. Die Zinsen dienen zur Deckung der im Laufe der Jahre steigenden Kosten. Nachzahlungen sind so ausgeschlossen. Die Treuhandstelle bezahlt den Friedhofsgärtner für dessen Leistungen. Sollte dieser sein Geschäft aufgeben, sucht die Treuhandstelle sofort einen kompetenten Nachfolger. Alle Leistungen des Friedhofsgärtners werden regelmäßig von der Treuhandstelle kontrolliert.

 

Kontakt:

Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/Sachsen-Anhalt GmbH

Böttcherstr. 7

30419 Hannover

Telefon (0511) 32 67 11

Telefax (0511) 36 32 566

E-Mail: email@treuhandstelle.info

Internet: www.grabpflege-mit-herz.info